Mi
24
Jun
2009
Hallo Ihr Lieben,
letzten Samstag war ich in Otavalo, 2 Stunden noerdlich von Quito, auf Suedamerikas groesstem Kunsthandwerksmarkt. In dieser kleinen, gemuetlichen Stadt leben ca. 30.000 Menschen, hauptsaechlich indigener Abstammung.
Den hier jeden Samstag stattfindenen Markt, der weit ueber Ekuadors und auch Suedamerikas Grenzen hinaus bekannt ist, gab es schon in der Praeinkazeit ... hier werden von den hier lebenden Indigenas Webarbeiten, Schultertuecher, Ponchos, Wollpullis, Schmuck und vieles mehr verkauft. Der Markt ist unglaublich farbenfroh und die Menschen wahnsinnig nett. Keine aufdringlichen Verkaeufer, sondern aeusserst zuvorkommende Standbesitzer, die ihr Handwerk anbieten. Allein die traditionellen Trachten der Otavalenos waren eine Augenweide. Die Frauen tragen lange schwarze Roecke, bestickte Blusen, Schultertuecher und ausgefallene Kopfbedeckungen; die Maenner wadenlange Hosen, Ponchos und Filzhuete. Beide, Frauen und Maenner, haben lange, einfache Zoepfe mit bunten Baendern zusammen gebunden. Sieht unglaublich schoen aus!
Auffaellig ist neben der Freundlichkeit der Bewohner und Marktverkaeufer deren Groesse. Mir war klar, dass ich sehr viel groesser als die meisten Andenbewohner sein wuerde ... aber dass sie, insbesondere die Indigenas so klein sind, haette ich nicht gedacht. Ich musste mehrmals fuer Verhandlungen in die Hocke gehen, um ein Gespraech zu fuehren. Apropos Verhandlungen: Ich habe auf meinen Reisen schon viel verhandelt ... aber nirgends hat es soviel Spass gemacht wie hier. Man hat mit einem Laecheln auf den Lippen hier unglaublich viel bewirken koennen und tolle Preise bekommen. Allerdings hat das auch wieder dazu gefuehrt, dass ich mehr eingekauft habe, als ich eigentlich tragen kann ...
Im Anschluss sind wir noch nach Catacachi gefahren - eine gemuetliche kleine Stadt in der Naehe Otavalos, die bekannt fuer ihre Lederarbeiten ist. Hier haben wir zum ecuadorianischen Mittagessen Cola aus dem Jahre 1997 serviert bekommen ;-) ... bevor wir zur Laguna Cuicocha weitergefahren sind.
Die Laguna ist in der Gegend sehr bekannt, weil sie inmitten eines erloschenen, erodierten Vulkans liegt. Leider war das Wetter am Nachmittag nicht so schoen, so dass wir die auf den Postkarten gezeigte Schoenheit nur erahnen konnten. Aber allein das Wissen, mit dem Boot in/auf einem Vulkan unterwegs zu sein, war schon beeindruckend ... zumal das Wasser an einigen Stellen brodelte :-)
Alles in allem ein toller Tag in und um Otavalo ... der Heimat der Indigenas!
Alles Liebe
Eva
....der eintrag lässt sich wunderbar lesen. ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass du jeden augenblick, jeden moment genießt. ich bin froh, dass du zu den menschen gehörst, die auch mit dem
inneren auge sehen und vor allem auch das gesehene fühlen können.
hoffentlich hat die cola aus dem jahre 1997 keine spuren hinterlassen.... du weisst schon was ich meine - hehe.
ich schicke dir hitzige grüsse aus der heissen türkei. hier ist die wärme nicht auszuhalten. du frierst und ich schwitze.
fühl dich umarmt
deine handan
Eva, ich sitze hier hier und lese voller Spannung deine Einträge. Das klingt ja alles unglaublich intensiv und ich schwelge in Erinnerungen an meine Zeit dort. Selbst ich habe mich damals unglaublich groß gefühlt! Musst unbedingt Ceviche und Ecebollado probieren das ist soooo lecker! Schicke dir eine Umarmung Lena
